SELBST IST DIE FRAU: HEREINSPAZIERT IN DIE STADTVILLA!

Was habe ich mich gefreut, als Julia und Christian mich beauftragten ihr Eigenheim zu planen! Zu der Zeit habe ich noch in Frankfurt in einem stylischen (das war damals das wichtigste Kriterium überhaupt für mich !) Architekturbüro gearbeitet, habe aber schon mit dem Gedanken gespielt zu kündigen und in unserem Familien-Architekturbüro anzufangen.

Der Auftrag der beiden hat mir dann den entscheidenden Impuls gegeben, neue berufliche Wege zu gehen! Aber der Reihe nach…

Ein Plan entsteht

2014 haben Julia und Christian mich in ihr Vorhaben eingeweiht, ein Haus zu bauen. Sie hatten schon sehr konkrete Vorstellungen. Julia hatte den Erdgeschossgrundriss schon skizziert und Beispielsbilder für die Gestaltung der Ansichten legte sie mir auch vor.

Ehrlicherweise waren die Vorstellungen schon so konkret, dass ich „nur“ noch an der ein oder anderen Stelle Wände verschieben musste und aus dem Ganzen einen genehmigungsfähigen Plan machte. Aber seht selbst:

Das Erdgeschoss

Das Erdgeschoss besticht durch seine Großzügigkeit. Anstelle eines Abstellraumes ist die Küche so großzügig möbliert, dass alles Notwendige dort integriert ist.

Wichtig war eine Verbindung von der Garage ins Wohnhaus über ein Büro. Das Büro ist mit einem Flachdach versehen und gliedert somit optisch das Wohnhaus und die Doppelgarage.

Das Obergeschoss

Über eine großzügige Podesttreppe gelangt man ins Obergeschoss. Im Obergeschoss liegt der separate Elternbereich mit Ankleide, Bad und Schlafzimmer. Die beiden Kinderzimmer haben ein eigenes Bad. Glücklicherweise sieht der Bebauungsplan vor, zwei Vollgeschosse zu bauen. Das heißt im Obergeschoss gibt es keinen Flächenverlust durch eine Dachschräge.

Das Dach

Da Julia von Beruf Dachdeckerin ist (https://www.widach.de ), war natürlich die Gestaltung des Dachs besonders wichtig.

Charakteristisch für das Gebäude ist das flache Walmdach mit Biberschwanzziegeln im Geradschnitt, sowie der große Dachüberstand der unterseitig mit Putzträgerplatten verkleidet wurde. Dies verleiht dem Wohnhaus den Flair einer klassischen Stadtvilla. Durch die geradlinige Struktur des Gebäudes, das ohne Vor- und Rücksprünge auskommt und keine Dachaufbauten hat, strahlt das Wohnhaus Ruhe und Beständigkeit aus.

Besonders am Herzen liegt Julia der ökologische Aspekt des begrünten Flachdaches. Das Gründach dient nicht nur als Nahrungsquelle für Bienen, sondern filtert auch den Feinstaub aus der Luft.

Julia hat nicht nur den ersten Entwurf für ihr Traumhaus geleistet, das Dach wurde selbst gedeckt – das ist ja wohl klar- sondern auch die Verlegung des Vinyl-Bodens sowie ein Großteil der Maler- und Tapezierarbeiten wurden hier von der Frau des Hauses gestemmt. Respekt!

Die geleistete Arbeit darf sie jetzt jeden Sommer von ihrer Sonnenliege aus betrachten.

Christian soll an dieser Stelle aber auch nicht unerwähnt bleiben. Er war als Technikfreak für das KNX-System zuständig und hatte immer alle Kosten im Blick.

Und falls es jemanden interessiert: Obwohl ich für die beiden geplant habe – sind wir immer noch befreundet – oder gerade deswegen!?

Da mir die persönliche Zusammenarbeit mit meinen Bauherren so viel Spaß bereitete und zu so einem schönen Ergebnis führte, stand dann auch mein Entschluss fest, dem Frankfurter Architektenleben den Rücken zu kehren!

=> Bye-bye Stylo-Büro in Frankfurt!! Hello Laufach!!

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